Messe FMB: Industrie 4.0 in Ostwestfalen-Lippe

Ostwestfalen-Lippe ist eine der drei stärksten Maschinenbau-Regionen Europas. Rund 700 zumeist mittelständische Unternehmen erwirtschaften hier mit ca. 100'000 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von rund 20 Mrd. Euro, und hier sind viele Weltmarktführer in Einzelsegmenten des Maschinenbaus, aber zum Beispiel auch in der elektrischen Verbindungstechnik zuhause. Das allein zeigt schon, warum der Messeplatz der FMB – Zuliefermesse Maschinenbau mit Bad Salzuflen gut gewählt ist: Die Dichte an Maschinenbauern und ihren Zulieferern schafft eine gute Basis für die Suche nach neuen Geschäftspartnern – und zieht immer mehr Besucher auch aus dem benachbarten Ausland an.

Die Region ist seit 2012 die Heimat des Technologie-Netzwerks Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe (kurz: it's OWL). In diesem Netzwerk haben sich 174 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Organisationen zusammengeschlossen, um gemeinsam den Innovationssprung von der Mechatronik zu intelligenten technischen Systemen zu gestalten. Sie haben bereits 100 Mio. Euro investiert – davon sind rund 40 Millionen Euro Fördermittel des BMBF – und ca. 6'000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Den einzelnen Querschnittsprojekten wie Selbstoptimierung, Intelligente Vernetzung und Mensch-Maschine-Interaktion sind jeweils zahlreiche Transferprojekte zugeordnet, um die Forschungsergebnisse schnell in die Praxis der Industrie zu tragen. 

Der Spitzencluster gilt in Deutschland als das größte und konkreteste Projekt im Kontext von Industrie 4.0. Das Netzwerk präsentiert sich mit einem Gemeinschaftsstand auf der FMB – Zuliefermesse Maschinenbau und zeigt beispielhafte Forschungsprojekte, die eine große Bandbreite an Technologien und Anwendungsbereichen abdecken. Darüber hinaus beteiligen sich aber auch zahlreiche Aussteller aus der Region an den einzelnen Transferprojekten von it´s OWL. Sie haben daher bereits Erfahrung mit der Umsetzung von Industrie 4.0-Projekten sammeln können.

Für die Besucher der Messe heißt das: Auf der FMB erhalten sie Informationen aus erster Hand über die Technologien und Methoden, mit denen sich Industrie 4.0 in der Praxis der industriellen Produktion umsetzen lässt. Sie haben Gelegenheit, mit den Akteuren der Projekte ins Gespräch zu kommen – sowohl mit Vertretern von Spitzenforschungsinstituten zum Beispiel aus Bielefeld (Robotik), Paderborn (Informationstechnik) und Lemgo (Modellfabrik Industrie 4.0) als auch mit Entwicklern aus den einzelnen Unternehmen. Darüber hinaus findet am Vormittag des letzten Messetags ein von it’s OWL initiiertes Vortragsprogramm mit praxisnahen Impulsen statt.

Der Charakter der FMB als „Arbeitsmesse“ mit kurzen Wegen und umfassendem Service-Angebot wird dazu beitragen, dass die Diskussionen über die industrielle Produktion von morgen und übermorgen inhaltsreich sind – und dass die Besucher die Messe mit Anregungen und individuellen Ideen für das eigene Unternehmen wieder verlassen.

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