Ford und Bug Labs: Open Innovation für Vernetzung im Auto

Ford und Bug Labs entwickeln eine Open-Source-Entwicklungsplattform für die Vernetzung im Auto:

Das gemeinsame Entwicklungsprojekt dient dazu, Open-Source-Entwicklungswerkzeuge zu erforschen, zu entwickeln und zu verteilen, um die Vernetzung in Autos voranzutreiben. Die Plattform „OpenXC“ basiert auf Bug Labs’ Open Source Bug System und soll die Entwicklergemeinde in die Lage versetzen, Ideen schnell umzusetzen und erschwingliche neue Vernetzungskonzepte zu erstellen, die die zukünftigen Produkte von Ford verbessern. Auf der TechCrunch Disrupt-Konferenz in San Francisco zeigen die beiden Unternehmen innovative Lösungen auf der Basis von OpenXC, unter anderem eine sozial vernetzte Kraftstoff-Verbrauchsmessung, die via Bluetooth über die Cloud-Service von Bug Labs, BUGswarm mit dem Internet verbunden ist. Sie zeigt an, wie kraftstoffeffizient der Fahrer unterwegs ist.

Ford bietet in der Infotainment-Technologie SYNC schon für Millionen Kunden und ab 2012 auch in Europa die Vernetzung von Fahrzeuginformationen und die Integration mobiler Geräte. Nun gehen Ford und Bug Labs noch einen Schritt weiter und machen die Vernetzung noch verfügbarer, erschwinglicher und personalisiert für hunderte Millionen Kunden, die weltweit bis 2020 ein Auto kaufen werden.

Auf der Grundlage von OpenXC sollen sich, geht es nach Bug Labs, Autos in Plug & Play-Plattformen verwandeln, wo austauschbare Open-Source-Hard- und Softwaremodule schnell und einfach für Aufgaben angepasst werden können, die früher den Entwicklern unvorstellbar schienen. Den Konsumenten soll mittels zahlreichen Add-ons ein personalisiertes Fahrgefühl ermöglicht werden. Neue Schnittstellen für die Übermittlung von Informationen per Bild und Sprache, für Umweltsensoren oder die Sicherheitsausstattung sollen sich dann einfach mit den Hardwaremodulen von Bug Labs verwirklichen lassen.

„Bei OpenXC geht es darum, eine Plattform zu schaffen, die für die Entwicklergemeinde vollkommen offen ist und die schnell die Anforderungen der lokalen Märkte in sich aufnimmt, um innovative Lösungen zu einem günstigen Preis zu bieten“, sagt K. Venkatesh Prasad, Senior Technical Leader, Infotronics, Ford Research and Innovation. „Die Plattform soll uns helfen, die Frage zu beantworten, wie Ford die Erfahrung der Konnektivität weltweit voranbringen kann, zum Nutzen aufstrebender und reifer Märkte.“

Peter Semmelhack, Gründer und CEO von Bug Labs, sagt: „Die Kombination aus offener, modularer Hard- und Software und der neuen Fahrzeuggeneration von Ford wird grenzenlose Möglichkeiten für die individuelle Gestaltung des Fahrerlebnisses im Auto eröffnen und so den unterschiedlichen Prioritäten der Kunden weltweit entgegen kommen.“

Die Entwickler von Ford hoffen, dass die Erfahrungen mit OpenXC das Unternehmen besser auf einzigartige Marktbedingungen wie verschiedene lokale Sprachen oder Dialekte, schnell wechselnde inhaltliche Präferenzen und die Nachfrage nach preisgünstigen Lösungen oder sogar gemieteten Anwendungen vorbereiten helfen. Für Bug Labs bedeutet OpenXC einen Wandel in der Art und Weise, wie Autofirmen den Kundenbedürfnissen nachkommen.

Die Vision für OpenXC ist einfach: Das Auto wird zur Docking Station für die austauschbare Plug & Play-Hard- und Software-Module, die nur mit den Konnektivitätsfunktionen und –diensten ausgestattet sind, die der Fahrer wünscht.

Spielplatz für Innovationen

OpenXC ist als eine Art Spielplatz konzipiert, der den Forschern von Ford und unabhängigen Entwicklern ermöglicht, mit geringen Investitionen Ideen, Konzepte und Theorien für die Konnektivität auszuprobieren, zu teilen und zu testen.

Mit dem Konzept kann Ford auch andere Geschäftsmodelle sondieren:

  • Distribution: Die Möglichkeit, Hard- und Softwaremodule über lokale Händler oder andere Distributionskanäle zu verkaufen oder zu vermieten
  • Entwicklerressourcen: Erstellen von zertifizierten Open-Innovation-Toolkits und SDKs für Entwickler, die Innovation, Entwicklung von Apps, Bezahlmodelle und Distribution reibungsärmer gestalten.
  • App-Stores: Starten eines App-Store-Modells, in dem die zertifizierten Entwickler ihre von Ford gebilligten Innovationen anbieten können. 

Bild: Open-Source-Hard- und Softwarekomponenten wie dieses solarbetriebene Heads-up-Display werden von Ford und Bug Labs im Rahmen einer Zusammenarbeit ermöglicht.

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