Mobile Grafiklösungen für realistische Renderings

Alternative zur Desktop-Workstation

Mittlerweile haben mobile Workstations ein Leistungsniveau erreicht, das sie zu einer ernsthaften Alternative zu den Desktoprechnern werden lässt. George Watkins, Regional Marketing Manager, EMEA, Professional Graphics bei AMD, erläutert im Gespräch, worauf es bei der Auswahl einer mobilen CAD-Lösung ankommt und welche Anwendungstrends sich am Horizont abzeichnen.

09 2015

AUTOCAD & Inventor Magazin 09/2015

3D-Druck und die Konstruktion

 

Liebe Leser,
in den Markt der additiven Fertigung kommt
Bewegung. Nicht nur, dass die etablierten Anbieter von Jahr zu Jahr neue Modelle und Materialien vorstellen. Bald betreten mit Canon und HP auch zwei Schwergewichte des Papierdrucks die Bühne des 3D-Drucks. Canon hat vor kurzem die Einführung seines 3D-Druck-Portfolios für Kunden in Deutschland angekündigt. Dazu wird die Vertriebsvereinbarung mit 3D Systems weiter ausgebaut.
Bei HP ist es bereits der zweite Versuch, sich als 3D-Druck-Anbieter zu etablieren, wenn man 2016 seinen ersten 3D-Drucker mit „Multi-Jet-Fusion“-Technologie auf den Markt bringen möchte. Das neue, selbstentwickelte 3D-Druck-Verfahren soll einen schnelleren Aufbau von Objekten ermöglichen. Trotzdem sollen die gedruckten Objekte sehr stabil sein und ein geringes Gewicht haben.

Aber nicht nur die Geräteanbieter rüsten auf. Auch Softwarehersteller sehen die additive Fertigung als lukrativen Markt und wollen sich entsprechend positionieren. Es ist kein Geheimnis, dass Autodesk seit einiger Zeit den 3D-Druck-Bereich als strategisch wichtiges Segment ansieht und hier auch bereits aktiv ist, zum Beispiel mit seiner 3D-Druck-Plattform Spark. Ende September hat nun Autodesk bekanntgegeben, mit der FIT Technology Group eine strategische Partnerschaft einzugehen und deren Tochter netfabb, die industrielle Software­lösungen für additive Fertigung und Design entwickelt, zu übernehmen.

Mehr als 80.000 Designer, Künstler, Forscher und Entwickler nutzen derzeit netfabb zur Herstellung von 3D-Objekten. Autodesk möchte die netfabb-Software künftig nicht nur vertreiben, sondern kontinuierlich weiterentwickeln und die Technologien in die eignen Autodesk-Lösungen für die Bereiche Produktdesign, Produktentwicklung und additive Fertigung integrieren.

Für mich ist das Engagement von Autodesk in diesem Sektor logisch. Denn die additive Fertigung adressiert nicht nur Produktioner, sondern ebenso Konstrukteure. Schließlich haben die innovativen Herstellungsverfahren auch Auswirkungen auf die Produktentwicklung. Dem Konstrukteur bieten sie schließlich mehr Freiheit in der geometrischen und konstruktiven Gestaltung. Aber wirklich erst dann, wenn er sich von den bisherigen fertigungstechnischen Zwängen und Kompromissen löst. Konstrukteure bekommen nämlich mehr Designfreiheit, zum Beispiel lassen sich über additive Fertigungsverfahren komplexe Geometrien oder bionisch optimierte Bauteile herstellen. Logischerweise sollte dieses 3D-Druck-gerechte Konstruieren in Zukunft auch in der Konstruktions- und Design-Software abgebildet sein. Und an dieser Stelle kommen die Softwarehersteller wie Autodesk wieder ins Spiel.

Mehr über additive Fertigungsverfahren finden Sie in dieser Ausgabe auch ab Seite 44.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Rainer Trummer, Chefredakteur
rt@win-verlag.de

 

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