SPS IPC Drives 2016: Was Siemens zeigt

Auf der SPS IPC Drives 2016 in Halle 11 präsentiert Siemens seine Digital Enterprise-Portfolioelemente. Dabei zeigt Siemens integrierte Anwendungen, mit sich Produktionssysteme und Fertigungsprozesse über den gesamten Lebenszyklus der Produkte und Anlagen optimieren lassen. Dabei entwickelt Siemens gemeinsam mit Kunden aus der diskreten Fertigung wie auch der Prozessindustrie neue Lösungen für Anlagen- und Fertigungsprozesse. In der eigens geschaffenen „MindSphere-Lounge“ erleben Besucher das IoT-Ökosystem live.

„Siemens treibt die digitale Transformation aktiv voran. Unser Angebot haben wir dazu vor allem im Bereich der Cloud Data Platforms und damit neuer digitaler Geschäftsmodelle konsequent ausgebaut“, erklärt Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. „Damit können unsere mittelständischen wie großen Kunden noch mehr in ganzheitliche Ansätze für die durchgängig digitalisierte Industrie investieren.“

MindSphere ist dabei die Grundlage für Anwendungen und datenbasierte Services von Siemens und Drittanbietern, etwa im Bereich vorausschauende Wartung, Energiedaten-Management oder Ressourcenoptimierung. MindSphere bietet für Kunden dabei eine Entwicklungsumgebung, in der sie eigene Applikationen und Services integrieren können. In der MindSphere-Lounge – einem über 400 m² großen Bereich – präsentieren Siemens und die Partner-Unternehmen am Messestand ihre Ideen und Anwendungen und lassen die Besucher in neue Sphären eintauchen. Zudem erfahren die Besucher, wie einfach sich Maschinen und Produktionsanlagen mit Hilfe von Totally Integrated Automation an MindSphere-Anwendungen andocken lassen.

Mit zwei Highlight-Exponaten veranschaulicht Siemens seine digitale Kompetenz. Die Highlight-Applikation für die diskrete Fertigung ist eine modellierte Pilotanlage, die die Leistungsfähigkeit des Mechatronics Concept Designers von Siemens PLM Software veranschaulicht. Dazu wurden alle verwendeten Module in einem kinematischen Modell zusammengeführt. Dadurch entsteht eine detaillierte digitale Kopie aller Komponenten, die deren Funktionsweise abbilden sowie das physikalische Verhalten (Mehrkörperphysik) und das Automatisierungsverhalten simulieren. Anwender können so bereits im virtuellen Abbild die Abfolge aller Einzelbewegungen simulieren und optimieren. Zudem bietet der Mechatronics Concept Designer offene Schnittstellen für andere Werkzeuge und ein Gantt-Diagramm mit allen Phasen und Abhängigkeiten. So lässt sich bereits in der frühen Planungsphase erkennen, wo sequenzielle Bewegungen nötig, beziehungsweise parallele Bewegungen, möglich sind. Für den Anlagenbauer bedeutet das eine spürbare Verkürzung der Projektlaufzeit, eine schnellere Inbetriebnahme und – durch die Wiederverwendbarkeit vorhandener Daten – eine Vereinfachung beim Nachbau gleicher und ähnlicher Anlagen.

Das zweite Highlight-Exponat zeigt am Beispiel einer Pumpenapplikation die Möglichkeiten der systematischen Optimierung über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage anhand realer Anwendungsfälle. Mit Comos als zentraler Engineering- und Datenmanagement-Plattform steht bei der Planung allen Beteiligten eine einheitliche, laufend aktualisierte Datenbank für eine konsistente Datenhaltung zur Verfügung. Anwender können das beim Engineering erzeugte virtuelle, identische Abbild einer Anlage – den digitalen Zwilling – nutzen, um Inbetriebnahme, Betrieb und Instandhaltung zu simulieren und zu optimieren. Mit Comos Walkinside verfügt der Anwender über eine hochauflösende 3D Virtual Reality-Darstellung, die Engineeringdaten visualisiert. So kann schon in der frühen Planungsphase einer Anlage durch das virtuelle Abbild navigiert werden, um zum Beispiel die Zugänglichkeit kritischer Assets zu prüfen. Die Funktionalität des Leitsystems wird mit der Simulations-Software Simit getestet, wodurch mögliche Fehler frühzeitig erkannt und noch vor Inbetriebnahme der Anlage behoben werden können. Durch den bidirektionalen Datenaustausch zwischen Comos und Simatic PCS7 bleibt der digitale Zwilling immer auf dem aktuellen Stand. Anlagenbetreiber profitieren von einem durchgängigen und optimierten Informationsfluss auf allen Ebenen des Produktionsprozesses sowie während des gesamten Betriebs. Die Operations Intelligence Softwarelösung XHQ verwandelt die gewonnenen „Big Data“ der Anlage in „Smart Data“ und stellt aufbereitete Prozess- und Anlagendaten für Management-Entscheidungen nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Das Exponat auf dem Siemens-Stand zeigt das optimale Zusammenspiel aller Komponenten zur Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung anhand des realen Pumpenantriebsstrangs. Die einfache Integration energieeffizienter Antriebslösungen in die Kundenapplikation und die Automatisierungsumgebung über den kompletten Lebenszyklus einer Anlage (Integrated Drive Systems) führt zu einem kürzeren Time-to-profit.

Produktinnovationen auf der SPS IPC Drives 2016
Neben den beiden Highlight-Exponaten präsentiert Siemens in Halle 11 weitere Produktinnovationen, wie Sitrans TO500, Sinamics V20, Simatic Energy Manager PRO V7.0, Sinamics S120, Industrial-Security-Konzept, Energy Management mit TIP, Netzqualität mit Sicam Q200 und Kompaktleistungsschalter 3VA nach UL-Standard (zu diesen Innovationen siehe auch separate Presseinformationen).

Neben dem Hauptstand in Halle 11 ist Siemens im Rahmen von Sonderständen und Beteiligungen an vier weiteren Standorten auf der SPS IPC Drives vertreten. Diese sind „OPC Foundation Booth“ (Halle 7, Stand 180), „Profibus&Profinet International“ (Halle 2, Stand 220), „AS-International Association“ (Halle 3, Stand 502) und der Gemeinschaftsstand „Automation meets IT“ (Halle 3a).

  • Unter dem Motto "Driving the Digital Enterprise" zeigt Siemens, wie sich Produktionssysteme und Fertigungsprozesse über den gesamten Lebenszyklus der Produkte und Anlagen optimieren lassen. Bilder: Siemens
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