WGP fokusiert auf die Weiterbildung in Fertigungsunternehmen

Die WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik) möchte produzierende Unternehmen dabei unterstützen, ihre Mitarbeiter auf den Stand modernster Produktionstechnik zu bringen. Eine entsprechende Seminarreihe startet bereits im März.

„Seit fast vier Jahren bieten wir Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte an, weil wir das Nadelöhr Wissenstransfer ausweiten wollen“, erläutert Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP und Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität Hannover. „In Deutschland dauert es oft Jahre, bis Forschungsergebnisse in der Praxis umgesetzt werden. Das ist gerade bei sich rasant entwickelnden Technologien wie Industrie 4.0 ein Ding der Unmöglichkeit. Nach diesem Zeitraum ist alles schon längst wieder überholt. Die WGP-Produktionsakademie sorgt deswegen für einen direkten Transfer von der Universität ins Unternehmen.“

Vielfältige Updates auch für Ingenieure

In Zeiten von Digitalisierung, Vernetzung und künstlicher Intelligenz kommen Facharbeiterinnen und Facharbeiter, aber auch Ingenieurinnen und Ingenieure nicht mehr ohne Fort- und Weiterbildungen aus. „Nur wenn sich Mitarbeiter auf lebenslanges Lernen einstellen, lässt sich die Produktion auf aktuellem Stand halten und bleibt das Unternehmen längerfristig wettbewerbsfähig“, betont Prof. Jürgen Fleischer, Leiter der Produktionsakademie und Leiter des wbk Instituts für Produktionstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Daher bieten verschiedene WGP-Institute insgesamt rund 15 ein- bis zweitägige Seminare oder auch Inhouse-Schulungen an. Die Inhalte sind breit gefächert und orientieren sich an den täglichen Herausforderungen eines produzierenden Unternehmens. Interessierte Unternehmen finden sowohl wirtschaftlich-organisatorische Weiterbildungen als auch praktische produktionstechnische Schulungen und simulativ-theoretische Veranstaltungen.

So bietet die WGP-Produktionsakademie unter anderem das Seminar „Lean und Digital – Entlang des Wertstroms zum Ziel“ des iwb (Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften) an der TU München an. An der Lernfabrik für schlanke Produktion (LSP) in Garching erproben Fach- und Führungskräfte durch die Montage von realen, industriell eingesetzten Planetenradgetrieben Methoden und Grundsätze der schlanken Produktion. Aktuelle Schlüsseltechnologien zur „Produktion elektrischer Antriebe“ vermitteln die Experten des FAPS (Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik) an der Universität Erlangen-Nürnberg. Und Grundlagen zur „Produktionsplanung und -steuerung im Zeitalter von Industrie 4.0“ lassen sich durch ein praxisnahes Planspiel an der IFA-Lernfabrik des Instituts für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) an der Leibniz-Universität Hannover lernen. Auch die „Additive Fertigung metallischer Bauteile“ sowie „Standortgerechte und globale Qualitätssicherung durch Six Sigma“ stehen 2019 auf dem Plan.

Individuell zusammengestellte Module  

Sämtliche Seminare werden an WGP-Instituten durchgeführt, deren Forschungsschwerpunkte auf dem jeweiligen Thema liegen. Auf diese Weise profitieren die Teilnehmer nicht nur von einer exzellenten Infrastruktur, sondern auch von der entsprechenden wissenschaftlichen Expertise. Dass sie sich nach Abschluss der Weiterbildung auf dem aktuellen Wissensstand befinden, bescheinigt ihnen ein Teilnahme-Zertifikat der WGP-Produktionsakademie. Alle Seminare unterliegen zudem einem Prozess der Qualitätssicherung, um ein gleichmäßig hohes Niveau zu garantieren. Sie sind als einzelne Module gedacht, die individuell zusammengestellt werden können. „Dieses innovative Weiterbildungsformat ist bislang einmalig in der Branche“, freut sich Fleischer.

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